Jeder zweite Facebook-Nutzer möchte dort auch einkaufen

Die Mehrheit der Facebook-Nutzer (55 Prozent) interessiert sich einer Studie http://bbdo.de/cms/de/news/2011/2011_09_09html. Der Düsseldorfer Werbeagentur BBDO zufolge für die Möglichkeit, über die soziale Plattform auch einzukaufen. 70 Prozent gehen sogar davon aus, dass Einkaufen in einem „F-Store“ künftig ein fester Bestandteil ihrer Nutzung von Facebook sein wird.

Eine Umfrage der Ebay-Tochter Afterbuy hatte ein Interesse dafür bei zwei Dritteln der Befragten ergeben. Die größten Bedenken der Nutzer beziehen sich laut BBDO auf den Schutz ihrer Privatsphäre: Jeder zweite Befragte möchte

nicht, dass Facebook weiß, was er einkauft. Ebenso viele befürchten, dass die Online-Händler auf ihre persönlichen Daten oder die ihrer Freunde zugreifen.

Daher kommt laut der BBDO-Studie für 45 Prozent der Befragten das Einkaufen über Facebook (F-Commerce) überhaupt nicht in Frage. Sie wollen das soziale Netzwerk als Ort ohne Kommerz für ihre Freunde bewahren. Die Marktforscher haben mehr als 500 Online-Shopper befragt, die Facebook alle zwei bis drei Tage nutzen und Facebook-Fans von Marken und Unternehmen sind.

Die meisten Facebook-Nutzer besuchen dabei die Plattform ohne die konkrete Absicht, etwas einzukaufen. Sie wollen jedoch ihrem Freundeskreis zeigen, welche Produkte und Marken sie gut finden. Über Facebook in den direkten Dialog mit Unternehmen möchte ein Drittel der Befragten (37 Prozent) treten. Die Nutzer stoßen derzeit noch zufällig auf interessante Produkte, indem ihre Facebook-Freunde oder Markenfirmen, deren Fan sie sind, ihnen entsprechende Empfehlungen aussprechen.

In den USA sind auf Facebook allein mehr als 50.000 Händler in der Einkaufsmeile „Shopping Mall“ (http://www.facebook.com/gotothemall) vertreten, die von dem kalifornischen Unternehmen Payvment betrieben wird. Jeder dritte Befragte wusste noch nichts von der Möglichkeit, über Facebook einzukaufen, findet sie aber interessant. Nur jeder Zwölfte hat bereits etwas in einem F-Store eingekauft. Insgesamt sind dafür solche Produkte gut geeignet, die mit anderen leicht geteilt und verschenkt werden können: Rund zwei Drittel der Befragten können sich der Umfrage zufolge etwa gut vorstellen, Eintrittskarten oder Gutscheine aller Art über Facebook einzukaufen. Etwa die Hälfte zeigte Interesse für Bücher, Magazine, Filme und Musik oder für Mode.

Die Bequemlichkeit ist dabei das ausschlaggebende Argument für künftige Kunden von F-Shops: 36 Prozent der Befragten fänden es praktisch und zeitsparend, Facebook für den Einkauf nicht verlassen zu müssen.

Derzeit stellt F-Commerce lediglich einen zusätzlichen Kanal dar, in dem Unternehmen ihren Kunden Produktinformationen und einen Dialog anbieten können. Den Online-Shop kann ein F-Store noch nicht ersetzen, sondern ihn nur ergänzen. Michael Schipper, Leiter des operativen Geschäftsbereiches bei BBDO, warnt: „Bei einer zu starken Kommerzialisierung besteht die Gefahr, dass Nutzer abwandern könnten.“ Er rät Online-Händlern, in E-Geschäften nicht den klassischen Online-Shop eins zu eins abzubilden, sie sollten stattdessen mit neuen Konzepten Aufmerksamkeit und Relevanz schaffen. Auch sollten F-Stores unbedingt gesetzeskonform angelegt werden und möglichst nur zertifizierte Shop-Software einsetzen.
Quelle: Händlerbund

 

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